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ARCHIE der erste menschenähnliche Roboter „Made in Austria“

roboter

Nach nahezu vierjähriger Entwicklungszeit am IHRT der TU Wien und an der
„University of Manitoba“ wird Archie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die derzeit weltweit vorhandenen menschenähnlichen Roboter können drei Kategorien zugeordnet werden. „Professionelle“ Roboter, 40 cm bis 1,80 m groß, entwickelt von Großkonzernen welche nicht am Markt verfügbar und wenn meist unbezahlbar sind. „Amateurroboter“ dienen meist Informatikern zum testen von komplexen Softwarepaketen und sind vom mechatronischen Standpunkt keineswegs ausgereift. In den letzten 2-3 Jahren bildete sich eine dritte Kategorie – bezahlbare Spielzeugroboter für Amateurkomputerfreaks - heraus. Diese sind derzeit am Markt zu Preisen von € 80.-- bis € 15.000.-- verfügbar, zwischen 25 und 40 cm groß und bieten dem Käufer nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten.

Daher war das Hauptziel der Entwicklung von ARCHIE einen „bezahlbaren“ menschenähnlichen (humanoiden) Roboter zu entwickeln, welcher sowohl mechanisch/elektronisch als auch softwaremässig die Eigenschaften dieser drei Entwicklungsrichtungen vereint. ARCHIE soll  zukünftig seinen Besitzer im täglichen Leben sowohl am Arbeitsplatz – Zusammenarbeit Besitzer und Roboter - als auch zu Hause – Kochen, Reinigen, Einkaufen, Bewachen  - und in der Freizeit – Tischtennis, Fußball, Schach - unterstützen. Um diese Anforderungen zu erfüllen sind die Abmessungen von ARCHIE jene eines durchschnittlichen europäischen Teenagers im Alter von 14 Jahren.

Ausgehend von den langjährigen Erfahrungen des IHRT auf dem Gebiet der autonomen, intelligenten, mobilen Roboter – Fußballroboter „Roby Speed“, Weltraumroboter „Roby Space“ und zahlreichen Industrieprojekten – wurde ein modulares Konzept entwickelt. Getreu der Headline „Kaufen und adaptieren“ besteht ARCHIE überwiegend aus derzeit am Markt verfügbaren, preiswerten Komponenten. Manche nicht Verfügbare mussten neu entwickelt werden – beispielsweise ein miniaturisiertes Standardgelenk für eine Bewegungsmöglichkeit z.B. Kniegelenk, Ober- Unterarm. Für die Hüfte oder den Knöchel, mit drei Bewegungsmöglichkeiten, werden drei dieser Standardgelenke kombiniert.

Das Softwarekonzept wurde am IHRT in Zusammenarbeit mit dem „Department of Computer Science“ der „University of Manitoba“ in Winnipeg, Kanada, als Kooperationspartner der TU Wien, erstellt. Dieses Department hat langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Software zur Stabilisierung des Roboters während des Gehvorganges und der Planung seines Gehweges.

Derzeit besteht Roboter ARCHIE aus einem Unterkörper sowie einem vorläufigen Oberkörper – die Arme und Hände sind noch in Entwicklung.

Seine erste „Feuertaufe“ soll Archie bei zwei „Roboterfußball Weltmeisterschaften“ in Österreich und Korea diesen Sommer bestehen.

„Was international geförderte Projekte in durchschnittlich 20 Mannjahren realisiert haben wurde bei ARCHIE, ungefördert, mit nur 6 Mannjahren erreicht. Diese neuen Roboteranwendungen sind ein exorbitant stark wachsender Zukunftsmarkt – rechtzeitig dabei sein ist für Österreich dringend erforderlich“ stellte TU Professor P. Kopacek zufrieden fest.


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„Leider bestehe ich derzeit nur aus einem Unterkörper sowie einem vorläufigen Oberkörper – meine Arme und Hände sind noch in Entwicklung. Ich hoffe die sind bald fertig – dann bin ich ein richtiger Partner meines Besitzers“

 


Mehr Infomationen unter:

http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/5807/